Ursprung der „Heiligen Stiege“

Die Hl. Helena, Mutter des Kaisers Konstantin, der den Christen die Religionsfreiheit gab, fand angeblich im Jahre 326 auf einer Reise ins Hl. Land in Jerusalem jene 28 Stufen (Prätorium, Mk 15,16, Phil 1,13, i Johannes Evangelium –Amtsgebäude Joh18,28 und 19,9), die Jesus am Tage seiner Verurteilung durch Pilatus einige Male beschritten hatte. Sie ließ die Stufen nach Rom in die Lateran Basilika bringen. Dort sind sie als „Scala Santa“ ein vielbesuchter Ort durch Pilger.
Die Heilige Stiege in Forchtenstein entstand den Hausberg aufwärts an der Nordseite der Kirche. Fürst Michael Esterházy ließ 1719 den Bau durch den Bischof von Neutra (Slowakei) weihen. Die Gemahlin des Fürsten schenkte aus diesem Anlass den Serviten Patres aus ihrer Schatzkammer ein vergoldetes Altarkreuz mit einer Reliquie.


Die Heilige Stiege in Forchtenstein – ein Ort der Andacht und des Gebetes
Nach altem Brauch beten die Gläubigen in der Mitte auf den Knien oder am Rande stehend die Stufen hinauf. Sie denken dabei an das Leiden und Sterben Jesu Christi. Wer die mittlere Stiege hinauf betet, erblickt am Treppenende über dem Altar den Gekreuzigten und die Schmerzensmutter, beides Werke in Lebensgröße aus der Zeit um 1760.

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